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27.01.2005 00:00:00
BaubilderInternet  

Das Chronikbuch aus dem Jahre 1905

 
Der aktuelle Baubericht für das Kraftwerk Stubenberg
Der nachfolgende Bericht über den Bau des Kleinwasserkraftwerkes Stubenberg der Feistritzwerke in der Freienbergklamm bei Stubenberg an Feistritz im Jahre 1905 schildert, wie der Bau abgelaufen ist.....

7. Jänner 1904: Wählerabstimmung in Gleisdorf wegen des Kraftwerksbaues Stubenberg - 293 Ja Stimmen , 110 Nein Stimmen

Somit waren die Würfel für das größte kommunale Bauvorhaben der Gemeinde Gleisdorf gefallen!

Jänner 1905: Nach der Auswertung der Ausschreibungen für die Bauwerke - Wehranlage, Oberwasserkanal, Wasserschloss, Maschinenhaus - werden die Wasser- und Hochbau-Bauarbeiten an den Bestbieter die Wiener Baufirma Baron Pittel & Co vergeben.

Vergabe der maschinellen Arbeiten - Turbine, Turbinenregler, Welle, Schwungrad, Druckrohr - an die Prager Maschinenfabriks-Aktiengesellschaft

Vergabe für die Errichtung der elektrischen Anlagen an die heimische (Weizer) Firma Pichler & Comp.

Die notwendigen Grundstücke für die Kraftwerksanlagen werden erworben.

Kreditansuchen über 600.000 Kronen an die Centralbank der Deutschen Sparkassen in Prag

Februar 1905: Beginn der Bauarbeiten

März bis September 1905: An mehreren Baustellen wie Wehranlage, Oberwasserkanal, Druckrohr, Maschinenhaus,  Unterwasserkanal,  Turbinen, Generatoren, Regeleinrichtungen, Stahlwasserbau, elektrische Kraftwerksanlagen und elektrische Stromleitungen arbeiten teilweise bis zu 2.000 Menschen. Die Region hat auch dadurch eine starke wirtschaftliche Belebung!

Die Bauarbeiten laufen in den ersten Monaten planmäßig, die Witterung ist ebenfalls gut, es kommt zu keinen Verzögerungen!

5. Mai 1905: Der Gleisdorfer Gemeinderat beschließt die handelsrechtliche Protokollierung des Unternehmens unter dem Namen "Feistritzwerke, Elektrizitätswerk der Gemeinde Gleisdorf"! Das Unternehmen ist damit offiziell gegründet!

10. bis 17. Juli 1905: Kommissionelle Begehung der 10 kV Freileitungstrasse von Stubenberg bis Gleisdorf.

August 1905: Franz Haas vom E-Werk Auer in Südtirol wird zum ersten Betriebsleiter bestellt.

Oktober 1905: Bauarbeiten werden abgeschlossen

20. Oktober 1905: Aufnahme des Probebetriebes im Kraftwerk Stubenberg, Inbetriebnahme der 10.000 Volt Stromleitung von Stubenberg über Hirnsdorf, Pischelsdorf bis nach Gleisdorf

Gleisdorf erstrahlte zum ersten Male im Glanze des elektrischen Lichtes!

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