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27.04.2007
WaermepumpeSrGoldbrunnerHierzer  

Feistritzwerke-STEWEAG Gf Ing. Walter Schiefer, Geoteam Gf Uni-Professor Dr. Johann Goldbrunner und Ing. Karl Hierzer, Betriebsleiter der Stadtwerke Gleisdorf (von rechts nach links) bei der Besichtigung der Bohrstelle

 
EU Innovations-Projekt "Groundhit" – Wärme aus der Erde!
Erstmalig wird in Österreich eine Wärmepumpe für Heizungs-Vorlauftemperaturen bis 80 Grad Celsius installiert. Es handelt sich dabei um das EU Innovations-Projekt "Groundhit - Wärme aus der Erde". Bei diesem zukunftsweisenden, innovativen EU-Projekt sind die Feistritzwerke-STEWEAG GmbH mit involviert, weil diese Wärmepumpenanlage in ihrem Betriebsgebäude in Gleisdorf aufgestellt wird. Das Thema dabei ist.....

der Einbau einer "besonderen" Wärmepumpe.

Für alle Wärmepumpen gilt: Sie ermöglichen hocheffizient die kostenlose Nutzung der Erdwärme.

Bis jetzt konnte mit einer Wärmepumpe eine Vorlauftemperatur von nur maximal 65 Grad Celsius erreicht werden und der Einbau in bestehende Heizanlagen, die eine höhere Vorlauftemperatur benötigen, war nicht möglich.

Abhilfe: Wärmepumpe der neuesten Generation

Mit dieser werden nun Vorlauftemperaturen von 80 Grad Celsius erreicht und somit können auch Heizkörper, die eine Vorlauftemperatur in dieser Höhe brauchen, an eine solche Wärmepumpe angeschlossen werden!

Pilotprojekt in Gleisdorf

Um die Praxistauglichkeit dieses Systems zu testen beteiligt sich die Feistritzwerke-STEWEAG GmbH bei dem EU- Forschungs- und Demonstrationsvorhaben "GROUNDHIT – Wärme aus der Erde". Dabei wird eine "Hochtemperatur" - Wärmepumpe im Betriebsgebäude der Feistritzwerke-STEWEAG  in der Gartengasse 36 in Gleisdorf installiert.

Wie funktioniert nun dieses Heizungssystem?

Für den Betrieb dieser Wärmepumpenanlage werden 2 Erdwärmesondenbohrungen mit einer Tiefe von je 115 Metern (Gesamtlänge der Sonden also 230 Meter) vor dem Betriebsgebäude niedergebracht. In einem geschlossenen Kreislauf zirkuliert Flüssigkeit in den Rohren, wird dabei durch die Erde erwärmt und in der Wärmepumpe wird dann das Wasser der Zentralheizung des Betriebsgebäudes auf zirka 80 Grad Celsius aufgeheizt.

Das Besondere bei dieser Wärmepumpe ist die hohe Vorlauftemperatur von 80 Grad Celsius bei einer Leistungszahl von 3. Die Leistungszahl sagt aus, dass 2 Drittel der Heizenergie kostenlos von der Erde kommen und nur 1 Drittel Strom bezahlt werden muss.

Partner der Feistritzwerke-STEWEAG GmbH sind bei diesem Projekt die Geoteam Ges.m.b.H. unter Universitätsprofessor Dr. Johann Goldbrunner in Gleisdorf, das Centre for Renewable Energy Sources (CRES) unter Dr. Karytsas in Griechenland und die Firma Compagnie Industrielle d'Applications Thermiques (CIAT) aus Frankreich.

Das Projekt beginnt im April 2007 und wird voraussichtlich bis Dezember 2008 dauern.

 

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