Der Klimawandel mit zunehmend mehr Trockenperioden in der Oststeiermark macht sich auch bei der öffentlichen Wasserversorgung mit einem stetig steigenden Wasserverbrauch bemerkbar. Damit auch zukünftig immer Wasser im ausreichenden Maße zu jeder Tageszeit aus dem Wasserhahn rinnt, müssen die Versorger vorbeugend entsprechende Ausbauten bei den Wasseranlagen tätigen. Eine solche haben die Gemeinde Nitscha und die Stadtwerke Gleisdorf mit dem Bau einer Wasserleitung vom Gleisdorfer Hochbehälter zum Hochbehälter der Gemeinde Nitscha gemacht und vor kurzem erfolgreich fertig gestellt.
Mit der Errichtung dieser ca 1,5 Kilometer langen Wasserleitung sind nun die Wassernetze Gleisdorf – Nitscha – Hofstätten/Wünschendorf verbunden und damit wird die Versorgungssicherheit für ausreichende Wasserlieferungen über die entstandene Ringleitung beträchtlich erhöht. Alle Gemeinden der Kleinregion Gleisdorf haben nun Zugang zum Wasser aus dem Weizer Bergland, aus der Transportleitung Gleisdorf/St. Margareten und aus der großen Transportleitung Oststeiermark. Damit sind sowohl kurzfristig auftretende Wasserverbrauchsspitzen als auch der langfristig erhöhte Wasserbedarf ab zu decken.
Mit dem Bau der Verbindungsleitung Gleisdorf – Nitscha ist es nun auch möglich ein gemeinsames kleinregionales Wassermanagement zu betreiben. Dafür wurde im Hochbehälter Nitscha eine Fernwirkanlage eingebaut, diese in die Netzwarte der Stadtwerke Gleisdorf eingebunden, wo nun auch sämtliche Wasserverbrauchswerte von Nitscha und Gleisdorf sichtbar sind. Diese werden für die Netzüberwachung und für ein optimiertes Wassermanagement verwendet.
Dieses zukunftweisende Projekt wurde in Kooperation zwischen der Gemeinde Nitscha und den Stadtwerken Gleisdorf sehr erfolgreich abgewickelt. Das zeigte sich bereits beim Probebetrieb.
Damit wird auch die Kooperation zwischen den Partnern zum Vorteil der Bevölkerung in den RegioNext Gemeinden der Kleinregion Gleisdorf gefestigt und vertieft.
Im Rahmen einer Betriebsbesichtigung und Betriebsbesprechung von Vertretern der Gemeinde Nitscha mit Bürgermeister Peter Schiefer an der Spitze wurden die neuen Möglichkeiten der Wasserleitungsnetzüberwachung, der frühzeitigen Fehlererkennung von Wasserleitungsleckagen, die gemeinsame Betriebsführung und Ersatzteil-Lagerhaltung diskutiert. Stadtwerke Geschäftsführer Walter Schiefer und Wasserwerkleiter Karl Hierzer wiesen auf die neuen Möglichkeiten der Zusammenarbeit, die durch dieses Projekt entstanden sind hin und dankten für die sehr gut gelebte Kooperation mit den RegioNext Gemeinden.