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18.06.2009
Klimaschutz Initiatoren  

Die Klimaschutz Initiatoren von links nach rechts: Umweltreferent Karl Hierzer, Bürgermeister Christoph Stark, Feistritzwerke-STEWEAG Geschäftsführer Walter Schiefer

 
Mit Klimaschutz Gleisdorf bis € 40.000,-- sparen! Ein Projekt für ALLE mit starkem Start!
Gleisdorf und die Sonnenenergie - eine schon langjährige Partnerschaft, die nun noch mehr forciert wird, weil Gleisdorf in Zukunft mit dem Gleisdorfer Klimaschutzprogramm weitere erneuerbare Energieanlagen errichten und energiesparende Maßnahmen bei Gebäuden und Energie umsetzen wird! Stadtgemeinde und Stadtwerke Gleisdorf, Feistritzwerke-STEWEAG, Gleisdorfer TIP Citymanagement mit den Mitgliedsbetrieben haben sich vorgenommen gemeinsam mit der Bevölkerung bis zum Jahre 2015 folgende Ziele zu erreichen:
  • 25% erneuerbare Energie bei Wärme und Warmwasser
  • Minus 20% der Energieverbräuche und der CO2 Emissionen
  • 100% Umweltstrom   

 

Dass Klimaschutz in Gleisdorf kein Schlagwort ist, sondern gelebt wird, das zeigte die zahlreich erschienene Bevölkerung bei der Auftaktveranstaltung des Projektes „Klimaschutz Gleisdorf“ im forum Kloster. Die Initiatoren dieses regionalen Wirtschafts- und Klimaimpulsprogramms, Feistritzwerke-STEWEAG Geschäftsführer Dir. Ing. Walter Schiefer und Umweltreferent Ing. Karl Hierzer präsentierten das ambitionierte Zukunftsprogramm mit Zielsetzungen bis zum Jahr 2015.

Bürgermeister Christoph Stark bestätigte das immense Interesse der Stadt an der Umsetzung - erkenntlich an der hohen Förderung durch die Stadt - und lud die Bevölkerung in und um Gleisdorf zur Mitarbeit ein. Im Rahmen des Klimaschutzes Gleisdorf befinden sich bereits einige Projekte in der Größenordnung von 2,5 Millionen Euro in Umsetzung, aber es bleibt bis zur Zielerreichung noch viel zu tun. Der steirische Landesenergiebeauftragte Wolfgang Jilek gratulierte zu diesem Projekt, das nur Gewinner haben wird und zeigte auf  wie man mit leicht umzusetzenden Beispielen Energie sparen kann. Er outete sich auch als Gleisdorf-Fan wegen der vielen guten Ideen, die von hier ausgehen.

City-Manager DI Alfred Tieber führte kompetent durch den Abend und bewies viel Humor bei der Fachpreis-Verlosung.

16 Firmen boten direkt im Anschluss Beratungen für Finanzierung, Förderung und technischen Ausführungen an.

Diese Veranstaltung war eine Gemeinschaftsproduktion von der Stadt Gleisdorf, der Feistritzwerke-STEWEAG GmbH, der Stadtwerke Gleisdorf und dem TIP-City-Management Gleisdorf.

Was alles im Rahmen des Projektes „Klimaschutz Gleisdorf“ gemacht wird und was der Einzelne davon hat, ist im Folgenden beschrieben:

Ideen und Gedanken

Im Jahre 2007 wurde der Gleisdorfer Energiekataster erstellt und dabei wurde sehr gut sichtbar, dass bei vielen Objekte Wärmedämmungen wirtschaftlich sinnvoll wären und viele CO2 Emissionen vermieden werden könnten.

Werden doch jährlich 22.058 Tonnen CO2 Emissionen durch die Raumheizung und die Warmwasserbereitung in Gleisdorf ausgestoßen. Für den Abtransport dieser Menge müssten ca 1.000 Lastkraftwagen eingesetzt werden. Diese Schadstoffe werden aber nicht abtransportiert, sondern entweichen unkontrolliert in die Luft und belasten direkt vor Ort unsere Umwelt und verschlechtern unsere Lebensbedingungen.

Das soll sich nun aber in Zukunft  verbessern – Gleisdorf tut etwas dagegen und startete auf Initiative der Stadtgemeinde und Stadtwerke Gleisdorf, Feistritzwerke-STEWEAG und dem TIP Citymanagement Gleisdorf im Jänner 2009 das Gleisdorfer Klimaschutzprogramm.

Das Gleisdorfer Klimaschutzprogramm ist ein regionales Impulsprogramm und hat folgende Aufgaben:

  • Energiekosten bis -70% senken, bis zu € 40.000,-- sparen
  • CO2 Emissionen um 7.039 Tonnen jährlich vermindern
  • Nachhaltig wirtschaften und Klima schützen
  • Stärkung und Belebung der regionalen Wirtschaft, Arbeitsplätze sichern
  • Positive Beispiele für Gebäudedämmung und Einsatz erneuerbarer Energie zeigen

Dauer und Teilnehmer

Gestartet wird es zu Beginn des Jahres 2009 und das Projekt läuft in der 1. Phase bis Ende 2015! Neben den Initiatoren wirken Architekten, Planungs- und technische Büros, Baufirmen, Banken, Gleisdorfer Schulen, der Arbeitskreis „Zukunft“ der Pfarre Gleisdorf, das Land Steiermark, der österreichische Klimafonds und die Gleisdorfer Bevölkerung mit.

Ausgangslage

Basis ist eine Energiedatenerhebung im Jahre 2007, bei der von allen 1.500 Gleisdorfer Objekten der Gebäudezustand, die Heizungsart, der Einsatz erneuerbarer Energie erfasst wurden. Dabei wurde klar, dass bei vielen Gebäuden Sanierungen wirtschaftlich sinnvoll wären und ein Umstieg auf die Sonnenenergie die Menschen Energie unabhängiger machen würden, bezieht doch Gleisdorf 80% seiner Energie aus dem Ausland! So wird mit dem Projekt „Klimaschutz Gleisdorf“ der Bevölkerung gezeigt, wie man sich selbst vor Energiekrisen schützen kann, wie man den Wert seines Eigenheimes beträchtlich steigern kann und wie man damit auch noch das regionale Klima positiv beeinflussen kann.

Eine Datenerhebung in dieser Tiefe ist wohl das erste Mal von einer Kommune in Österreich durchgeführt worden. Diese Daten wurden ausgewertet, in einem elektronischen Kataster wurde graphisch der Energieträger bei jedem Objekt farblich dargestellt und daraus die Energiestrategie auf Basis erneuerbarer Energie entwickelt und daraus ist das Gleisdorfer Klimaschutzprogramm entstanden.

Ziele – 25/20/20/100

Der Umstieg auf erneuerbare Energie und auch das Energiesparen werden in allen Bereichen, das ist die  Raumwärme, Warmwasser, Strom und Mobilität, stattfinden

In Gleisdorf soll es dann im Jahre 2015 nach der Umsetzung des Klimaschutzprogrammes durch energetische und bauliche Maßnahmen geben:

  •   25 % erneuerbare Energie
  •   20%  weniger CO2 Emissionen
  •   20%  weniger Energie
  • 100% Umweltstrom

 

Wird das erreicht, dann hat die Region Gleisdorf im Jahre 2015:

     7.750 m²                           Sonnenkollektoren – 1,4 m² pro Einwohner

750.000  WattPeak             Photovoltaikmodule – 140 Watt pro Einwohner

       400  Stück                      dezentrale Biomasseheizungen Privathäuser

           6   Stück                     zentrale Biomasseheizwerke

         50   %                           energiesparende Straßenbeleuchtung

       300  Stück                      Elektrofahrzeuge – Räder, Roller, Autos

       120  Objekte                  Niedrigenergiehäuser

       700  Objekte                  Wärmedämmung Wärmebed. < 100 kWh/m²a  

         10  Objekte                  Solares Kühlen und Heizen

         10  Objekte                  Solartankstelle 

 

Mehrfach-Förderungen – sofort zugreifen, bevor es zu spät ist!

Zu Erreichung der Ziele werden die Stadtwerke Gleisdorf und Feistritzwerke-STEWEAG einen wesentlichen Beitrag leisten, aber auch die Bevölkerung der Stadt ist herzlich zum Mitmachen eingeladen. Als Anreiz bietet die Stadtgemeinde Gleisdorf, das Land Steiermark und die Republik Österreich Förderungen in allen Breichen wie Energieberatung, Gebäudedämmung, Errichtung von Sonnenkollektoren, Photovoltaik, Biomasseheizungen, Wärmepumpen an, wobei die Gleisdorfer Solarförderungen zu den höchsten in Österreich zählen.

 

Wirtschaftsimpulse

Werden alle geplanten Maßnahmen bis zum Jahre 2015 umgesetzt, dann ist in diesem Zeitraum ein Geldbedarf von ca 35,-- Millionen Euro notwendig.

Unmittelbar würden davon die einheimische Architekten, Planungsbüros,  Gewerbebetriebe, Baufirmen, Banken, Gemeinden profitieren, mittelbar wird aber die gesamte Bevölkerung der Region die positiven Auswirkungen verspüren. Ein Projekt, das Biomasseheizwerk „Rüsthaus Gleisdorf“ mit einer 260 m² Sonnenkollektoranlage, einer Photovoltaikanlage und einer Nahwärmeleitung mit einer Investitionssumme von ca 2.500.000,-- € ist bereits im Bau, zwei Objekte im Rahmen von „Wohnen mit der Sonne“ sind schon im Betrieb!

 

Chancen für Jeden – „Aktie Haus“ steigern!

Eine Investition in eine Gebäudedämmung, in eine neue umweltfreundliche Heizungsanlage, Sonnenkollektoranlage oder Photovoltaikanlage ist eine ganz besondere Form einer Geldanlage mit einer gerade in der heutigen Zeit sehr guten Verzinsung. Hinzu kommt noch, dass die eigene „Aktie Haus“ damit beträchtlich gesteigert wird und auch langfristig wertvoll bleibt! Gerade mit der Einführung des Energieausweises gibt es nun ein legitimiertes Dokument für die „Aktie Haus“! Und wie wertvoll eine gewisse Energieunabhängigkeit vom Ausland ist, das werden wir in den kommenden Jahren besser beurteilen können – aber man kann jetzt schon sagen – eine Energieunabhängigkeit, eine Energiefreiheit wird immer mehr an Bedeutung gewinnen! 

 

Musterprojekte – schon jetzt und zukünftig

Gleisdorf hat bereits jetzt schon eine herausragende Position im Bereich des Klimaschutzes und der Sonnenenergienutzung - denn keine Stadt hat so viele Vorzeigeobjekte mit energetisch und künstlerisch interessanten Gebäuden, mit einer Straße der Solarenergie oder mit einem Solar-Energieschaupark.

Im Rahmen des Gleisdorfer Klimaschutzprogrammes sind bereits beim Projekt „Wohnen mit der Sonne“ zwei Mehrfamilienhäuser fertig gestellt, die mit Biomasseheizungen, Sonnenkollektor- und Photovoltaikanlage ausgestattet sind. Ein weiteres Projekt vom „Wohnen mit der Sonne“ das Biomasseheizwerk „Rüsthaus Gleisdorf“, ist derzeit im Bau, bei dem auch eine 260 m² Sonnenkollektor- und eine 8 Kilowatt Photovoltaikanlage sowie eine Nahwärmeleitung installiert wird, an der 100 Wohnungen angeschlossen werden. Damit wird dann vor Ort umweltfreundlich und CO2 sparend Wärme, Warmwasser und Strom erzeugt.

Weiters gibt es 5 Objekte mit „Solarem Kühlen und Heizen“, dem weitere folgen werden. Dazu kommen noch 60 Niedrigenergiehäuser.

Im Bereich der Mobilität hat Gleisdorf eine Umwelttankstelle mit Pflanzenöl und 4 öffentliche Solartankstellen.

Kunst und Technik mit erneuerbarer Energie präsentiert das Gleisdorfer Wahrzeichen – der Solarbaum!

 

Öffentlichkeitsarbeit

Im Sommer 2009 wird im Rahmen einer Ausstellung mit dem Titel „Leben im Sonnenzeitalter“ das Gleisdorfer Klimaschutzprogramm im Gleisdorfer MiR (Museum im Rathaus) optisch und graphisch der breiten Öffentlichkeit präsentiert.

In den regionalen Zeitungen wird regelmäßig über den Stand des Projektes berichtet und damit der Fortschritt öffentlich sichtbar gemacht! Mit der Broschüre „Gleisdorfer Klimaschutzprogramm“ und dem „Energiespar Ratgeber“ gibt es auch Unterlagen zu nachschlagen.

Aber auch beim Schulprojekt „Kids meet Energy“, bei dem schon mehr als 1.000 Energieschlaumeier ausgebildet wurden, wird das Gleisdorfer Klimaschutzprogramm vorgestellt!

 

Gleisdorfer Klimaschutzauszeichnung

Jedes Jahr werden die umgesetzten Maßnahmen erfasst und veröffentlicht. Bei dieser Evaluierung wird aufgezeigt, wie sich Energieverbrauch und CO2 Emissionen entwickelt haben – wurde sie mehr oder weniger! Des Weiteren werden im Rahmen des Klimaschutzprogrammes jährlich die ausgezeichnet, die am erfolgreichsten Energie und CO2 Emissionen eingespart haben und es werden die Gleisdorfer „Energie-Sparmeister“ und die „CO2-Sparmeister“ gekürt.

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