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14.07.2010
solares Kuehlen  

64 m² Sonnenkollektoren kühlen die Büroräume im Betriebsgebäude der Feistritzwerke-STEWEAG in Gleisdorf

 
Feistritzwerke-STEWEAG: Zeigen, was beim Klimaschutz möglich ist – Solares Kühlen im Einsatz!
Sommerzeit = Hitzezeit = Schwitzen im Büro! Die Klimaveränderung zeigt sich auch wieder im heurigen Sommer mit Temperaturen über 30° C und belastet die Menschen, sofern sie sich nicht im Wasser oder an schattigen Plätzen abkühlen können. Damit die MitarbeiterInnen der Feistritzwerke-STEWEAG und der Stadtwerke Gleisdorf auch im Sommer angenehme Klimabedingungen in den Büros haben, wurde im Betriebsgebäude in Gleisdorf die Pilotanlage „Solares Kühlen“ installiert und rechtzeitig zum Sommerbeginn in Betrieb genommen. Die Steiermark soll laut Klimaschutzplan des Landes bis zum Jahr 2020 ihre CO2-Emissionen um 23% reduzieren. In Gleisdorf will man dieses Ziel noch übertreffen: Im Rahmen des Projektes „Klimaschutz Gleisdorf“ hat sich die Gemeinde zum Ziel gesetzt, schon bis .....

zum Jahr 2015 20% Energie und CO2-Emissionen zu sparen, 25% der benötigten Energie erneuerbar zu erzeugen und 100% CO2-neutralen Strom zu verwenden.

Die eigenen Betriebsgebäude als Musterprojekt. Eine wichtige Rolle bei der Erreichung dieser ambitionierten Ziele spielt das regionale Energieversorgungsunternehmen, die Feistritzwerke-STEWEAG, seit langem bekannt als Vorreiter bei der Nutzung erneuerbarer, CO2-neutraler Energiequellen und von Energieeinsparungspotenzialen. „Um diese ambitionierten Ziele zu erreichen, braucht es viele Musterprojekte“, sagt Feistritzwerke-Direktor Ing. Walter Schiefer. Dabei geht das EVU mit bestem Beispiel voran: Mit der Inbetriebnahme der Anlage für solares Kühlen und Heizen wurden die Betriebsgebäude der Feistritzwerke nun nahezu zur Gänze auf den Betrieb mit erneuerbarer Energie umgestellt. „Bei den Gebäuden der Feistritzwerke-STEWEAG kommen nun die Wärme, die Kälte, der Strom, das Warmwasser und ein Teil des Treibstoffes von der Sonne“, freut sich Schiefer.

Moderne Umwelttechnologie im praktischen Einsatz.  Seit Juni werden die installierten Sonnenkollektoren nicht nur für die Warmwasseraufbereitung, sondern auch für solares Heizen und Kühlen verwendet – denn: mit solarer Wärme lassen sich auch Kühlaggregate betreiben. Reicht die Energie der Sonne einmal nicht aus, dann kommt die benötigte Wärmeenergie von den Pflanzenöl- Blockheizkraftwerken, die auch gleichzeitig Strom erzeugen. Zusätzlicher Strom wird mit den Photovoltaikmodulen, einem Windrad und einem Lineargasgenerator erzeugt, der selbst auch noch Wärme abgibt. Mit dem erzeugten Umwelt-Strom wird unter anderem die Wärmepumpe betrieben, die auch für das Heizen und Kühlen eingesetzt wird.

Steuerung und Software wurde selbst entwickelt. Eine weitere sonnige Wärmequelle ist die transparente Wärmedämmung: Sie wandelt die Sonneneinstrahlung in Wärmeenergie um und gibt sie direkt an die Wand weiter – eine im Betrieb kostenlose Wandheizung. Herzstück der gesamten Energieerzeugung und Energieverteilung ist die Steuerung, die für den optimierten Einsatz der Sonnenenergie sorgt. Das gesamte Energiekonzept und auch die Software wurden von den Technikern der Feistritzwerke-STEWEAG erstellt und entwickelt. Mit dieser Software werden aber auch die Verbraucher energieeffizient eingesetzt, um so möglichst wenig Energie zu verbrauchen.

Auch in jenem Bereich, wo derzeit die Umstellung auf erneuerbare Energiequellen noch am schwierigsten ist – bei der Mobilität – leisten die Feistritzwerke Pionierarbeit: Auf dem Firmengelände stehen eine Pflanzenöl-Tankstelle und vier Solar-Elektrotankstellen, die alle öffentlich zugänglich sind. Das Unternehmen hat 22 Elektrofahrzeuge und sechs Pflanzenöl-Autos im Einsatz.

Zeigen, was möglich ist. „Mit unserem Energiekonzept werden die Bereiche Strom, Wärme, Kühlen und Warmwasser zu 100% mit erneuerbarer Energie abgedeckt, im Bereich der Mobilität sind es derzeit 20%“, sagt Schiefer. Der eigentliche Sinn des Projektes liege aber in seiner Beispielfunktion: „Die von uns angewandten Formen der Energieerzeugung und des Energiesparens können natürlich auch in anderen Betrieben, in Gemeinden und in Teilen auch in Haushalten angewendet werden – wir wollen damit zeigen, was möglich ist.“ Und so, ist Schiefer überzeugt, wird durch zahlreiche ähnliche Einzelprojekte das Gleisdorfer Gesamtziel bis zum Jahre 2015 erreicht werden.

Erfolgreich gestartet.  Die umweltfreundliche „Klimaanlage - solares Kühlen“ hat ihre Alltagstauglichkeit schon bestens bewiesen, denn in der ersten Hitzeperiode waren die Büros angenehm temperiert. Als sehr komfortabel empfinden es die MitarbeiterInnen, dass jeder in seinem Büro die Temperatur individuell einstellen kann, dass es keine Zugluft und auch kein unangenehmes Ventilatorgeräusch gibt.

 

Und so sparen die Feistritzwerke-STEWEAG CO2-Emissionen durch den Einsatz erneuerbarer Energiequellen

Der Energieeigenbedarf des Unternehmens wird nun mit Ausnahme des Treibstoffes schon jetzt zu 100% mit erneuerbarer Energie abgedeckt.  Dazu sind folgende Anlagen im Einsatz:

80 m² Sonnenkollektoren

30.000 Watt Photovoltaikmodule

1 Windrad zur Stromerzeugung

2 Pflanzenöl-Blockheizkraftwerke

20 m² transparente Wärmedämmung

1 Lineargasgenerator

1 Wärmepumpe

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