in ihrem Wasserleitungsnetz ein und leiteten damit das elektronische Zeitalter der dezentralen permanenten Wasserleitungsüberwachung ein. Begann man damals mit 15 Geräten, so sind heute 156 Stück im Gleisdorfer Wasserleitungsnetz eingebaut. In diesem 8 jährigen Betrieb konnten die jährlichen Wasserverluste von mehr als 10% auf ca. 2% gesenkt werden. Damit werden jährlich ca. 29.000 m³ Wasserverluste, die Kosten von ca. 19.000 € verursachen würden, eingespart. Die Senkung der Verluste war möglich, weil diese Geräuschdatenlogger sofort jedes kleinste Wasserleck erkennen, dadurch größere Schäden durch Früherkennung verhindert werden und unnötige Wasserverluste vermieden werden.
Bei den „alten“ Geräuschdatenloggern war es notwendig, diese vor Ort auszulesen. Dies geschah so, dass ein Monteur mit einem tragbarem Auswertungsgerät mit dem PKW zu den Geräuschdatenloggern fuhr. Beim Vorbeifahren erfolgte eine automatische Übertragung der Daten. Im Büro wurden dann die Daten aller Geräuschdatenlogger auf mögliche Wasserleitungslecks überprüft.
Nun ist bereits die zweite Generation an Geräuschdatenloggern auf dem Markt, die wiederum intelligenter und mit erweiterter Elektronik in dem Umfang ausgestattet sind, dass für das Datenauslesen der Monteur mit dem Auto nicht mehr zum Datenlogger fahren muss. Der Geräuschdatenlogger übermittelt die Daten selbständig über Funk an Funkverstärker und weiter über GSM an einen Server. Von dort aus erhält der Monteur eine E-Mail Benachrichtigungen auf seinen Tablet-PC. Dadurch ist eine grafische Darstellung der aufgezeichneten Daten möglich. Zusätzlich werden die Daten in die zentrale Wasserüberwachung in der Wasserleitstelle der Stadtwerke Gleisdorf in die Gartengasse übermittelt. In der Wasserwarte kann der Monteur auf dem GIS – Plan (elektronischer graphischer Lageplan auf dem die Wasserleitungen eingezeichnet sind) sehen, welcher Datenlogger angesprochen hat, weil dieser auf dem Plan mit einer roten Farbe gekennzeichnet ist und blinkt. Nun bekommen die Stadtwerke Gleisdorf mögliche Wasserlecks noch rascher gemeldet, um die Zeit bis zur Reparatur des Lecks verkürzen zu können. Auch das Abfahren der Geräuschdatenlogger mit dem Auto entfällt und infolge der „online Meldung“ geht weniger Wasser verloren, Personal- und Umweltressource Wasser werden noch mehr geschont.
Dieses Projekt der automatisierten Auslesung der Geräuschdatenlogger in einem Wasserleitungsnetz zählt zu den ersten in Österreich.









