Direkteinschlag
Wird ein Mensch vom Blitz getroffen, fließt der Blitzstrom in den meisten Fällen über die Außenfläche des Körpers zur Erde ab (bedingt durch die Feuchtigkeit der Haut und der Kleidung). Dabei kommt es bei den Blitzopfern zu Verbrennungen. Fließt ein Blitzstrom jedoch durch den menschlichen Körper, kann dieser Strom zu Bewußtlosigkeit, Atemstillstand, Lähmungen und zum Herzstillstand führen. Schon ein Stromfluß von > 0,00001 Ampere (=10 nA) über den Herzmuskel kann zu Herzkammerflimmern und zum Tod führen.
Blitzüberschlag
Auch ein in der Nähe einschlagender Blitz kann für den Menschen gefährlich sein. Beim Einschlag in einen Baum, Mast oder ein Gebäude kann der Blitz auf die Personen in unmittelbarer Nähe überspringen. Werden Gegenstände (Metall, Holz, Stein oder Mauerwerk) im Moment des Blitzeinschlags berührt, kann dies für Menschen oder Tiere eine tödliche Gefahr bedeuten. Ein Teilblitzstrom fließt dabei über den Körper zur Erde.
Spannungstrichter - Schrittspannung
Fließt ein Blitzstrom in das Erdreich ab oder trifft der Blitz den Erdboden, verteilt sich der Strom im Erdreich in alle Richtungen. Bei dieser Stromverteilung im Erdreich entsteht an der Erdoberfläche ein sogenannter Spannungstrichter. Befindet sich in diesem Spannungstrichter ein Mensch oder ein Tier, so können durch den Schritt des Menschen oder den Beinabstand des Tiers unterschiedliche Potentialbereiche überbrückt werden. Diese sogenannte Schrittspannung führt dann zu einem Stromfluß durch den Körper des Menschen oder des Tiers. Beim Menschen kann dieser Stromfluß zu Lähmungen oder unkontrollierten Reaktionen der Muskulatur führen (Personen können durch die plötzliche Verkrampfung der Muskeln mehrere Meter weit geschleudert werden). Dies bedeutet eine besonders große Gefahr im Gebirge. Für Tiere, die sich in einem Spannungstrichter befinden, ist dieser Stromstoß meist tödlich. Die Tiere überbrücken durch ihren größeren Beinabstand größere Spannungsunterschiede, was einen höheren Stromfluß über den Körper des Tiers zur Folge hat. Tiere sind im übrigen noch wesentlich empfindlicher gegen die Wirkungen des elektrischen Stroms.
Vorsichtsmaßnahmen
Der beste Schutz für Elektrogeräte im einem Haus ist das Herausziehen des Steckers (soweit Elektrogeräte nicht fest angeschlossen sind). Fest angeschlossenen Elektrogeräte wie E-Herd oder Warmwasserboiler können durch richtig eingebaute Überspannungsschutzgeräte geschützt werden.
Auf was ist nun zu achten, damit man nicht vom Gewitter überrascht wird ?
• Vor einer Wanderung oder Radtour sollte man die Wettervorhersage prüfen.
• Bei der Vorbereitung längerer Wander- oder Bergtouren sollten die Standorte der Schutzhütten erkundet werden.
• Fallender Luftdruck (Barometer) deutet auf Gewitterneigung.
• Schwüler Witterung folgt meist ein Gewitter.
• Während der Wanderung sind die Wolkenbildung und die Sichtverhältnisse sorgfältig zu beobachten. Durch das Aufsteigen der feuchten Luftmassen (Gewitterwolkenbildung) verbessert sich die Fernsicht, da die am Boden verbleibenden Luftschichten trockener werden (Föhneffekt).
• Im elektrischen Feld eines Gewitters und somit in höchster Gefahr befindet man sich, wenn an Spitzen und Kanten von Metallteilen das sogenannte Elmsfeuer (ein im Dunkeln gut erkennbarer bläulich schimmernder Lichtschein) auftritt. Ein elektrisches Gewitterfeld erkennt man auch am plötzlichen Aufrichten der Haare.
Wird man im Freien von einem Gewitter überrascht, dann sollte sofort Schutz in einem Gebäude gesucht werden. Der Unterstand bei freistehenden Bäumen soll gemieden werden, Berggipfel und Bergkamm sollen beim Herannahen eines Gewitters raschest verlassen werden.









