hatten Gleisdorfer Bürger mit dem damaligen Bürgermeister Alois Grogger an der Spitze den Wunsch, die Nächte nicht mehr im Dunkeln bei spärlichem Licht der Kerzen, der Petroleumlampen oder der Öllampen zu verbringen, sondern es sollte elektrisches Licht in Gleisdorf geben.
Strom soll her – so der Wunsch einiger. Was sagen die anderen, war die heikle Frage: „Fragen wir einfach die Bevölkerung“, meinte Bürgermeister Grogger. Gesagt, getan und die erste Gleisdorfer Bürgerbefragung wurde im Jänner des Jahres 1904 abgehalten. Positive Stimmung für einen Kraftwerksbau versuchte man mit Aufrufen wie diesen zu machen: „Bei der stattfindenden Wählerversammlung wird sich entscheiden, ob der Markt Gleisdorf, sagen wir in einem Jahr, im Strahlenkranz des elektrischen Lichts leuchten wird oder – in weiteres Dunkel gehüllt bleiben soll!“
Die Entscheidung der Bürgerbefragung fiel dann aber mit 293 Ja Stimmen zu 110 Nein Stimmen doch recht klar zu Gunsten eines Kraftwerkbaues an der Feistritz in der Freienberg Klamm bei Stubenberg aus.
Rasant wurde gebaut, bis zu 2.000 Arbeiter waren im Einsatz und in der Zeit vom Februar 1905 bis Oktober 1905 waren die gesamten Kraftwerksanlagen und die Stromleitungen nach Gleisdorf, Stubenberg, Kaindorf, Pöllau, Hirnsdorf und Pischelsdorf fertig gestellt.
20. Oktober 1905: Hochspannung in Gleisdorf! Wird es funktionieren mit dem Licht? Und es hat funktioniert – Gleisdorf erstrahlte zum ersten Male im Glanze des elektrischen Lichtes!!
Das Kraftwerk war „stark“ und erzeugte teilweise zu viel Strom. Wegen fehlender Stromnachfrage mussten oftmals an Sonntagen nachmittags die Kraftwerksmaschinen abgeschaltet werden.
Die Verantwortlichen überkam damals die bangende Frage. Haben wir falsch investiert und kann die Gemeinde Gleisdorf den aufgenommenen Kredit in der Höhe von 600.000 Kronen fristgerecht zurückzahlen?......
Heute……
reicht der im Kraftwerk Stubenberg erzeugte Strom bei weitem nicht mehr aus, um die Stromkunden der Feistritzwerke STEWEAG in Teilen der Oststeiermark damit zu versorgen. Seither sind 100 Jahre vergangen und die damaligen Strompioniere haben auf das richtige „Pferd“ gesetzt. Strom hat einen Siegeszug angetreten und gehört heute zu den wichtigsten Basisprodukten der Menschen. Maschinen abzuschalten ist heute nicht mehr notwendig, die Feistritzwerke STEWEAG könnten viel mehr Kraftwerke brauchen.
So werden nun auch heute wieder Kraftwerke von Feistritzwerke STEWEAG in der Oststeiermark errichtet. Aber ganz andere als vor 100 Jahren, nämlich Sonnenkraftwerke, die umweltfreundlich Strom erzeugen, die die Umwelt schonen und einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.
Windkraftwerke, Photovoltaikkraftwerke, Biogas- und Biomassekraftwerke sowie Pflanzenölkraftwerke werden heute für die Stromerzeugung eingesetzt, und mit dem Pflanzenöl werden die firmeneigenen Autos betrieben und die Büroräume geheizt.
Wird diese umweltfreundliche Energiegewinnung ebenfalls einen Siegeszug antreten?
Die Vision! In 100 Jahren….
wird auf der Erde wieder saubere und reine Luft sein, Menschen, Tiere und Pflanzen haben gesunde Umweltbedingungen. Abgase, Staub, Lärm kennt man nur von der Geschichte. Man spricht von der „Giftzeit“, die es einmal gegeben hat. Nun ist aber alles bestens. Strom kommt von den kontinentalen Sonnensegeln aus dem Weltall per Energiewelle direkt zu jedem Stromgerät. Stromleitungen sind nicht mehr notwendig. Windraumschiffe nutzen in 10.000 Meter Höhe die starken Windströmungen und erzeugen einen Großteil der benötigen elektrischen Energie. Ein weiterer Teil des Stromes kommt noch von Wasserkraftwerken und Pflanzenöl Blockheizkraftwerken.
Sowohl im öffentlichen als auch im privaten Verkehr sind abgasfreie, geräuscharme Elektrofahrzeuge im Einsatz.
Der gesamte Energiebedarf der Erde wird mit Strom abgedeckt und dieser Strom wird umweltfreundlich mit Sonnen-, Windenergie und Wasserkraft erzeugt!
Nun hat auch die erneuerbare Energie ihren Siegeszug angetreten und leistet einen wesentlichen Beitrag für eine gesunde Umwelt!









