Häufig gestellte Fragen

Allgemein

  • Was ist "Smart Metering"?

    „Smart Metering“ als Technologie bietet eine Vielzahl von Anwendungsmöglichkeiten, die weit über das bloße Ablesen des Stromverbrauchs hinausgehen. Die Grundlage von Smart Metering ist die Datenübertragung der Verbrauchsmessung zum Netzbetreiber.

    Mithilfe von Smart Metering können den Kundinnen und Kunden die Verbräuche auch über ein Web-Portal zur Verfügung gestellt werden. Mit dieser detaillierteren Messung lassen sich Einspar- und Effizienzpotenziale beim Energieverbrauch leichter und schneller bestimmen.

  • Was sind Smart Meter?

    Smart Meter (intelligente Messgeräte) sind elektronische Zähler, die den Energieverbrauch messen, über eine Kommunikationsanbindung verfügen und einmal täglich den Verbrauchswert zum Netzbetreiber senden. Auf Ihren ausdrücklichen Wunsch können einmal pro Tag Messwerte in 15 Minuten Intervallen übertragen werden. Gegenüber den derzeit verwendeten Geräten zur Messung des Stromverbrauchs verfügen Smart Meter beispielsweise über eine Reihe neuer Funktionen auf Basis der geltenden gesetzlichen Rahmenbedingungen:

    • Fernablesung durch den Netzbetreiber
    • Anzeige der gespeicherten Verbrauchswerte am Smart-Meter-Display
    • Ein- und Abschaltung aus der Ferne
    • Kundenschnittstelle (an diese Schnittstelle können z.B. Anzeigegeräte oder Energiemanagement-Systeme angeschlossen werden)
    • Messung von Eigenerzeugung (z.B. Photovoltaik)
  • Wie funktioniert ein Smart Meter?

    Smart Meter sind vollelektronisch (wie die bereits seit 15 Jahren bei Großkunden im Einsatz befindlichen elektronischen Zähler) und verfügen darüber hinaus über ein Kommunikationsmodul. Der grundlegende Unterschied zu den herkömmlichen Ferraris Zählern (mechanische Stromzähler) liegt darin, dass diese nur den Stromverbrauch registrieren können. Die Intelligenten Stromzähler können auch die Leistung sowie den Energieverbrauch viertelstündlich messen sowie diese Messwerte 1-mal täglich über Fernkommunikationswege verschlüsselt in die Systeme der Netzbetreiber übertragen.

  • Warum werden Smart Meter montiert?

    Langfristiges Ziel von Smart Metering ist die Reduktion des Energieverbrauchs und der mit der Energieerzeugung verbundenen CO2-Emission. Durch das Sichtbarmachen des aktuellen Stromverbrauchs können Sie Strom bewusster und damit sparsamer einsetzen. Außerdem sollen Verbrauchsspitzen reduziert und damit der Stromverbrauch über den Tag gleichmäßiger verteilt werden, was dazu führt, dass weniger Kraftwerke gleichzeitig Strom liefern müssen.

    Durch einen genauen Überblick über Verbrauchsverläufe und –gewohnheiten werden Einsparpotentiale für Sie sichtbar gemacht. Die wesentlichen Ziele des Smart Metering sind:

    • Energiesparen: Unnötige Stromfresser wie schadhafte oder falsch angeschlossene Geräte und Stand-by-Verbraucher können von Ihnen selbst aufgespürt werden.
    • Transparente Übersicht über den Energieverbrauch: Das Web-Portal mit Visualisierung des eigenen Stromverbrauchs erhöht die Transparenz und schafft die Möglichkeit für Sie den eigenen Energieverbrauch zu analysieren, zu vergleich und somit zu optimieren. Darüber hinaus bietet das Web-Portal für eigene Erzeugungsanlagen einen detaillierten Überblick über die eingespeiste Öko-Energie.
    • Automatische Ablesung: Dadurch entfällt Ihnen der mit der Ablesung verbundene Aufwand. Der Prozess der Ablesung wird damit für Netzbetreiber und Kundin oder Kunde modern und effizient.
    • Verbesserte Rechnungslegung: Tagesgenaue Abrechnung auf Basis gemessener Verbrauchswerte. Dadurch gehören Nachzahlungen, die aufgrund einer rechnerischen Ermittlung des Energieverbrauchs entstehen können, der Vergangenheit an. Tarifänderungen aufgrund behördlicher Festsetzungen können tagesgenau abgerechnet werden.
    • Komfort bei der Um- und Abmeldung: Die Freigabe für die Wiedereinschaltung der Anlage aus der Ferne ist beim Einzug sofort möglich. Das Einschalten der Kundenanlage durch einen unserer Mitarbeiter vor Ort ist nicht mehr erforderlich.
    • Schnittstellen: Die Zähler sind mit zukunftsweisenden Schnittstellen ausgestattet. Über die Kundenschnittstelle werden Verbrauchswerte in der Kundenanlage unmittelbar zur Verfügung gestellt. Damit können Kundinnen und Kunden Anzeigegeräte, Home-Automation und Energiemanagement-Systeme betrieben.
  • Was sind die Vorteile von „Smart Metering“ für die Kundin und den Kunden?

    Komfort:

    • Es ist kein Ablesetermin vor Ort mehr notwendig. Die Kundinnen und Kunden müssen nicht mehr zum Ablesezeitfenster zuhause sein.
    • Es ist keine Selbstablesung mehr notwendig. Dadurch wird den Kundinnen und Kunden Aufwand erspart.
    • Transparentere und nachvollziehbarere Stromrechnungen durch stichtagsgenaue Zählerablesung (keine Überraschung durch hohe Nachzahlungen bei der Jahresabrechnung).
    • Prompte Stromfreischaltung bei Einzug möglich (Der Zähler wird von der Zentrale freigeschaltet, aus Sicherheitsgründen müssen die Kundinnen und Kunden den Strom dann selbst einschalten, um die unbeabsichtigte Inbetriebnahme von Geräten zu vermeiden.).

    Information über Energieverbrauch:

    • Energieverbrauch ist zeitnahe bekannt
    • Vielfältige Informationen möglich (Vergleichswerte, Durchschnitt, Einsparpotenziale)
    • Energielieferanten können auf Kundinnen und Kunden abgestimmte flexible und dynamische Produkte anbieten, dadurch können die Kundinnen und Kunden Energiekosten reduzieren.
    • Monatliche Verbrauchsinformation durch den Energielieferanten wird ermöglicht.
    • Ungewöhnliche hohe Verbräuche können sehr schnell erkannt werden.

    Sicherheit:

    • Versorgungsunterbrechungen können durch den Netzbetreiber schneller und genauer geortet und damit rascher behoben werden.
  • Welche Energietarife wird es geben?

    Tarifmodelle sind ein Marktthema (Energielieferanten und -dienstleister) und nicht im Einfluss des regulierten Bereichs (Netzbetreiber).

    Die Feistritzwerke ermöglichen als Netzbetreiber durch neue Systeme und Smart Meter zukünftig jedem Energielieferanten zeitvariable Tarife bzw. kundenorientierte Tarifmodelle anzubieten.

  • Kann ich bereits vorab den Einbau eines Smart Meter beantragen? Wann bekomme ich einen Smart Meter?

    Nein, um einen möglichst wirtschaftlichen Tausch durchführen zu können erfolgt der Tausch immer gebietsweise. Nach Feststehen der konkreten Planungen werden wir Sie zeitnah mittels eines Kundenbriefes informieren.

  • Ich habe eine Photovoltaik-Anlage - wird hier auch mein Zähler getauscht?

    Ja, auch bei Photovoltaik-Anlagen werden die Zähler getauscht.

  • Bekomme ich auch für meinen Nachtstrom einen eigenen Smart Meter?

    Es kommt beim Tausch auf einen Smart Meter zu keiner Zusammenlegung von Zählerplätzen. Jeder Zählerplatz bekommt seinen eigenen Smart Meter. D.h. Sie bekommen sowohl für den Tagstrom, als auch für den Nachtstrom einen Smart Meter.

Rechtliche Grundlagen

  • Rechtliche Grundlagen

    Im Jahr 2009 haben alle EU-Staaten gemeinsam beschlossen, dass intelligente Messgeräte (Smart Meter) bis 2020 in Europa eingeführt werden. In Österreich wurde vom Wirtschaftsminister festgelegt, dass bis Ende 2019 mindestens 95% aller Zählpunkte mit dieser Technologie ausgestattet werden müssen.
    Die Einführung basiert im Wesentlichen auf den nachfolgenden rechtlichen Grundlagen:

    • 3.EU-Binnenmarktpaket: Grundsätzliche Regelung der Energiewirtschaft in Europa
    • Elektrizitätswirtschafts- und Organisationsgesetz (ElWOG): Regelt die generellen Rahmenbedingungen für alle Marktteilnehmer in Österreich
    • Intelligente Messgeräte Anforderungsverordnung 2011 (IMA-VO 2011): Definition des Mindest-Funktionsumfanges von Smart Metern in Österreich
    • Intelligente Messgeräte Einführungsverordnung (IME-VO): Regelung des verpflichtenden Einführungszeitraumes für Netzbetreiber in Österreich
    • Datenformat- und Verbrauchsinformationsdarstellungs-VO 2012 (DAVID-VO 2012): Darstellung und Austausch der Smart-Meter-Daten zwischen Kundinnen oder Kunden, Netzbetreibern und Energielieferanten

    Weitere Informationen zum Thema finden Sie auf der Website der E-Control

  • Was können Kundinnen und Kunden machen, die keinen Smart Meter möchten?

    Das Elektrizitätswirtschafts- und Organisationsgesetz (ElWOG) enthält eine sogenannte Opt-Out-Regelung. Sie können sich damit gegen die Funktionalität eines Smart Meters entscheiden, allerdings nicht gegen die Installation eines neuen elektronischen Zählers an sich. Jede Kundin und jeder Kunde erhält somit einen elektronischen Zähler. Im Falle eines Opt-Out-Wunsches werden jedenfalls die Aufzeichnung und Übertragung der 15 Minuten Verbrauchswerte im Zähler deaktiviert. Dies wird am Gerät angezeigt. Somit handelt es sich nicht mehr um einen Smart Meter, sondern um einen digitalen Standardzähler (DSZ).

    Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass für die Inanspruchnahme von speziellen Tarifen ein Opt-Out nicht möglich ist. Dafür ist der volle Funktionsumfang eines Smart Meters Voraussetzung.

    Ohne Smart Meter wäre auch ein detailliertes Energieverbrauchsmonitoring für Sie nicht möglich.

  • Wann ist der Netzbetreiber befugt, die Versorgung der Kundin oder des Kunden zu unterbrechen?

    Für den Fall, dass Manipulationsversuche am Zähler durchgeführt werden und bei Nicht-Bezahlung von Rechnungen nach dem Durchlaufen des gesetzlich vorgeschriebenen Mahnprozesses.

Umsetzung

  • Wann werden Smart Meter eingeführt?

    Die Einführung der intelligenten Stromzähler erfolgt anhand von technischen, organisatorischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten. Daher werden die intelligenten Stromzähler regionsweise eingebaut. Bis Ende 2019 müssen aufgrund der intelligenten Messgeräte-Einführungsverordnung (IME-VO) in Österreich 95% der Haushalte mit einem intelligenten Stromzähler ausgerüstet sein.

  • Wie läuft der Zählerwechsel ab?

    Die Kundinnen und Kunden erhalten von uns zeitnah einen Brief über die geplanten Maßnahmen, in dem ein Zeitfenster für die Installation genannt wird. Wenn Sie nicht zu Hause sind und der Zähler frei zugänglich ist (z.B. in einem gemeinsam genutzten Zählerraum), erfolgt der Tausch in Ihrer Abwesenheit. Ist der Zähler nicht zugänglich, werden Sie ersucht, mit uns hinsichtlich einer Terminkoordinierung Kontakt aufzunehmen.

  • Welche Kosten entstehen mir durch den Zählertausch?

    Der Zählertausch ist für Sie mit keinerlei Zusatzkosten verbunden. Die Umstellung ist durch das Messentgelt und die Netztarife abgedeckt, welche wie gewohnt eingehoben werden. Diese werden von der Regulierungsbehörde E-Control vorgeschrieben und überwacht.

  • Muss für die Installation des neuen Zählers etwas umgebaut werden?

    Der neue elektronische Zähler wird am Platz des alten Zählers installiert. Der Tausch dauert üblicherweise wenige Minuten. Durch den Zählertausch fallen im Normalfall weder Staub noch sonstige Verschmutzungen an. Weitere Umbauten sind in der Regel nicht notwendig.

  • Müssen in der Wohnung Leitungen verlegt werden?

    Nein, der Smart Meter wird anstatt des herkömmlichen Zählers montiert und erfordert keinerlei Änderung an der Anlage der Kundin oder des Kunden.

  • Wird während des Umbaus die Stromversorgung unterbrochen?

    Abhängig von der Verbrauchsanlage kann es zu kurzen Versorgungsunterbrechungen kommen, wobei die Kundin oder der Kunde auf jeden Fall im Vorfeld informiert wird.

  • Muss ich das Feistritzwerke-Personal für den Zählerwechsel ins Haus lassen?

    Ja, wir bitten Sie dem autorisierten Feistritzwerke-Personal den Zutritt zum Zähler zu gewähren. Die Feistritzwerke sind Eigentümer der Messinfrastruktur und hat den gesetzlichen Auftrag sicherzustellen, dass die Zähler korrekt ausgewechselt bzw. installiert werden.

  • Wo sind Smart Meter schon im Einsatz? Ist die Technik im großen Stil erprobt?

    In mehreren Ländern werden Smart Meter bereits eingesetzt. In Europa wurde die Smart Meter Einführung unter anderem in Italien und Schweden erfolgreich durchgeführt. In Österreich sind zahlreiche Pilotprojekte von unterschiedlichen Stromnetzbetreibern durchgeführt worden bzw. am Laufen, darunter auch im Netzgebiet der Feistritzwerke.

Technik

  • Zulassung und Eichung

    Der Zähler besitzt sowohl eine europäische Zulassung als auch eine österreichische Zulassung durch das Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen (BEV). Auf Basis dieser Zulassung werden alle Zähler geeicht, mit einer Eichplombe versehen und erfüllen damit die geforderte Messgenauigkeit. Erst dann dürfen sie in Kundenanlagen eingesetzt werden.

  • Für welchen Zeitraum gilt die Eichung?

    Elektronische Zähler haben in Österreich zehn Jahre Eichfrist. Der Zähler verliert somit nach zehn Jahren im Netz seine Eichgültigkeit und muss getauscht werden. Diese Zähler können nachgeeicht und für weitere zehn Jahre im Netz eingesetzt werden. Alternativ dazu besteht auch die gesetzliche Möglichkeit der sogenannten dynamischen Eichfristenverlängerung, dazu werden Zähler zu Gruppen zusammengefasst. Vor Ablauf der Eichgültigkeit wird eine Stichprobe aus der Gruppe gezogen. Bestehen die Zähler die Stichprobe diese Eichprüfung, können alle Zähler dieser Gruppe für weitere fünf Jahre im Netz eingesetzt bleiben.

  • Besitzt der Zähler ein Display zur Anzeige von Daten?

    Smart Meter sind mit einer Anzeige ausgestattet, die standardmäßig den aktuellen Zählerstand anzeigt. Auf ausdrückliches Verlangen der Kundin oder des Kunden ist es möglich, in der Vergangenheit (bis zu 60 Tage) zurückliegende Zählerstände anzuzeigen. Diese Funktion ist bei einem Wohnungswechsel aber erst nach 60 Tagen verfügbar. So kann keine Kundin und kein Kunde die Verbrauchsdaten eines Vormieters abrufen.

  • Muss ich für die Datenübertragung einen Internetzugang bereitstellen?

    Nein.

  • Wie erfolgt die Übertragung der Daten an den Netzbetreiber?

    Im Netzgebiet der Feistritzwerke erfolgt die Datenübertragung leitungsgebunden direkt über das Stromnetz (engl. PLC – Power Line Communication). In einzelnen erforderlichen Ausnahmefällen wird über Mobilfunktechnologie mit dem Smart Meter kommuniziert.

  • Welche Daten werden vom Smart Meter an den Netzbetreiber übertragen?

    Es werden nur Daten übertragen, welche für die Abrechnung und Verbrauchsinformation der Kundenanlage erforderlich sind (z.B. Zählerstand, Zählpunktnummer, Lastprofil). Grundsätzlich sind dies Tageszählerstände. Nur bei vertraglicher Verpflichtung wie z.B.: Mehrfachtarif oder ausdrücklicher Zustimmung der Kundin oder des Kunden, werden zusätzlich die 15 Minuten Verbrauchswerte übertragen. Persönliche Daten wie Name, Adresse usw. sind nicht im Zähler gespeichert und werden somit nicht mitgeschickt.

  • Wie lange werden die Daten gespeichert?

    Ihre Daten werden ausschließlich solange gespeichert, als die Speicherung für den jeweiligen Zweck der Erhebung unbedingt erforderlich ist. Die Speicherdauer ist daher vor allem von gesetzlichen Erfordernissen beeinflusst. Verbrauchsinformationen im Webportal können Sie drei Jahre zurück einsehen.

  • Bleiben alle Daten direkt auf dem Gerät gespeichert?

    Die gemessenen Werte werden nur für einen Zeitraum von 60 Tagen auf dem Gerät gespeichert.

  • Benötigt der intelligente Zähler mehr Energie für den Eigenbedarf als der Ferraris-Zähler?

    Wie die mechanischen Zähler benötigen auch die elektronischen Zähler für den Eigenbetrieb Energie, wobei es hier kaum Unterschiede zwischen den beiden Technologien gibt. Die benötigte Energie wird jedoch nicht vom Zähler erfasst. Somit entstehen keine zusätzlichen Stromkosten für die Kundin oder den Kunden.

  • Wie kann man seine Daten einsehen?

    Die Daten sind einerseits über die Sichtanzeige auf dem Zähler abzulesen. Andererseits besteht nun zusätzlich die Möglichkeit, die Daten auf einem personalisierten Webportal einzusehen. Die Daten des Zählers werden im Web-Portal täglich aktualisiert.

  • Wie aktuell sind meine im Kundenportal abrufbaren Verbrauchsdaten?

    Die Verbrauchsdaten werden einmal täglich übermittelt. Im Kundenportal sind somit keine Werte zum aktuellen Tag abrufbar. Die aktuellsten verfügbaren Werte sind somit jene vom Vortag.

  • Können Smart Meter auch die Einspeisung von Photovoltaikanlage zählen?

    Ja. Ein Smart Meter kann unterschiedliche Tarifmodelle und auch Überschussrückspeisung zählen, es ist kein zweiter Zähler notwendig.

  • In welchem Umfang reduziert der Smart Meter meinen Haushaltsstromverbrauch?

    Die Messung des Verbrauchs durch einen Smart Meter allein bringt noch keine Reduktion des Stromverbrauchs. Eine Reduktion des Haushaltstromverbrauchs bzw. ein verminderter Bezug von elektrischer Energie stellt sich ein, wenn die Kundin oder der Kunde bewusste Maßnahmen zur Verbrauchsreduktion setzt. Zur Durchführung dieser Maßnahmen liefern die Smart Meter Daten der Kundin oder dem Kunden wertvolle Informationen.

Gesundheit und Umwelt

  • Verursachen intelligente Stromzähler Elektrosmog und/oder Strahlenbelastungen?

    Die Feistritzwerke fokussieren die Übertragung der Daten mittels Stromleitung (Power Line Communication). Daher ist keine Funkverbindung für die Kommunikation mit dem Gerät nötig. Aus diesem Grund entstehen auch keine Felder, wie sie beispielsweise bei Mobiltelefonen auftreten.

    In einzelnen erforderlichen Ausnahmefällen wird über Mobilfunktechnologie mit dem Smart Meter kommuniziert.

  • Ist die Strahlung bei intelligenten Zählern mit Mobilfunktechnologie gefährlich?

    Nein, die Mobilfunkstrahlung des intelligenten Zählers ist gesundheitlich unbedenklich und entspricht jener Strahlung einer zusätzlich gesendeten SMS pro Tag. Die Funkleistung beträgt einen Bruchteil der Funkleistung von anderen häufig verwendeten Geräten wie Handys, WLAN oder Babyphone. Zudem befindet sich der Smart Meter meist in einem Kasten, welcher üblicherweise in Räumen mit kürzeren Aufenthaltszeiten installiert ist (und befindet nicht direkt am Körper wie Mobiltelefone). Die Zähler werden nur einmal am Tag ausgelesen, weshalb die Funkverbindung nur zeitweise aufgebaut wird. Die elektromagnetische Belastung ist daher äußerst gering.

    Die von der Weltgesundheitsorganisation vorgegebenen und in Österreich in der ÖNORM E 8850 ausgewiesenen Vorsorgegrenzwerte werden bei weitem unterschritten und damit eingehalten.

  • Gibt es Beeinflussungen anderer Geräte?

    In sehr seltenen Fällen kann es zu Beeinflussungen von einzelnen elektronischen Geräten kommen. In diesem Falle wird gebeten mit unserer Technik Kontakt aufzunehmen.

    Negative Auswirkungen auf Hilfsgeräte wie z.B. Herzschrittmacher können mit hoher Sicherheit ausgeschlossen werden.

  • Was bringen intelligente Stromzähler für den Klimaschutz?

    Mit einem Feedbacksystem wie Display oder Online-Anwendungen motivieren Smart Meter Privathaushalte, sparsamer und effizienter mit Energie umzugehen. Experten gehen derzeit davon aus, dass Haushalte mit der neuen Technologie 3,5% weniger Energie verbrauchen.

    Deshalb werden weniger Kraftwerke benötigt und auch weniger Treibhausgase ausgestoßen.

Datenschutz

  • Gilt das Datenschutzgesetz auch für Smart Meter?

    Ja. Die Erhebung von Messdaten durch einen Smart Meter unterliegen, wie jede andere Datenanwendung, den Rechtsvorschriften des Datenschutzgesetzes. Die Einhaltung wird durch die Feistritzwerke gewährleistet.

    In den laufenden Entwicklungen des Smart Metering Systems werden alle Aspekte, die den Datenschutz und die Datensicherheit betreffen, mitberücksichtigt und hierfür erforderliche Maßnahmen umgesetzt. Bei Oesterreichs Energie wurde von den Netzbetreibern in Zusammenarbeit mit IKT-Sicherheitsexperten ein umfassendes Papier (http://oesterreichsenergie.at/sicherheitsanforderungen-fuer-smart-meter.html) erarbeitet und abgestimmt, welches die Grundlage für die Errichtung und den Betrieb von Smart Metering in Österreich darstellt.

  • Wie kann zuverlässig verhindert werden, dass Dritte die Daten einsehen können?

    Die Übertragung der Verbrauchswerte erfolgt stets verschlüsselt unter eines dem Stand der Technik entsprechenden Verschlüsselungsverfahrens. Der Zugang zum Web-Portal ist nur mit einer Authentifizierung sowie mit den korrekten Zugangsdaten für die Kundin oder den Kunden möglich.

    Der Zugriff auf die Kundendaten in den EDV-Systemen ist ausschließlich jenen Feistritzwerke Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gestattet, welche diese im Rahmen ihrer Aufgabenerfüllung unbedingt benötigen.

  • Wer hat Zugriff auf meine Verbrauchsdaten?

    Die Feistritzwerke als Netzbetreiber darf Daten nur aufgrund der gesetzlichen Verpflichtungen oder einer ausdrücklichen Zustimmung der Kundin oder des Kunden auslesen und verarbeiten. Zugriff auf diese Daten hat nur die Kundin oder der Kunde selbst über das Kunden-Portal. Eine Weitergabe der Daten durch den Netzbetreiber erfolgt -wie bisher- ausschließlich an den jeweiligen Energielieferanten und auf Basis der gesetzlichen Vorgaben für die Verrechnung bzw. die Stromkosteninformation. Die Kundin oder der Kunde entscheidet selbst, wem er darüber hinaus diese Daten zur Verfügung stellen bzw. weitergeben möchte.

  • Könnte aus den Verbrauchsdaten abgeleitet werden, ob jemand zuhause war?

    Von Seiten der Feistritzwerke besteht kein Interesse daran, einzelne Verbrauchsdaten dahingehend auszuwerten. Außerdem können keine Rückschlüsse auf die Lebensgewohnheiten gezogen werden, da die Datenerfassung durch den Smart Meter maximal in 15-Minuten-Intervallen erfolgt, sofern die Kundin oder der Kunde zustimmt. Sollte die Kundin oder der Kunde nicht zustimmen so wird nur der Tagesverbrauchswert übermittelt. Zudem werden die Verbrauchswerte aller Geräte summiert. Daher ist es nicht nachvollziehbar, was Kundinnen und Kunden in dieser Zeit gemacht bzw. welche Geräte sie verwendet haben.

Sonstiges